Nein, ich habe mein top-10 Projekt nicht vergessen, ich war einfach etwas faul.

Auf Platz 6 kommt der von Manglobe produzierte, post-apokalyptische Cyberpunk-Anime Ergo Proxy:

In einer futuristischen Welt, die unter den Folgen einer globalen Umweltkatastrophe leidet, befindet sich die Kuppel-Stadt Romdeau. In dieser koexistieren Menschen und Androiden (Autoreivs) friedlich unter einem totalitären Überwachungssystem. Autoreivs, die einem einzelnen Menschen als Begleiter zugeteilt sind, werden Entourages genannt. Eine Serie von Morden durch Roboter, die mit einem Cogito genannten Virus infiziert sind, beginnt die empfindliche Balance in der sozialen Ordnung zu gefährden. Dieses Virus bringt die Autoreivs dazu, sich ihrer Existenz bewusst zu werden und eine Seele zu entwickeln.

Im Verborgenen führt die Regierung Geheimexperimente mit einer mysteriösen humanoiden Lebensform – Proxy genannt – durch, mittels derer sie glauben, das Überleben der Menschheit und ihre Machtposition sichern zu können. (wiki)

Dass die Macher dieser Serie Fans von Bladerunner sind ist unschwer zu erkennen. Amok laufende Androiden, die Kriminalgeschichte in einer dystopischen Zukunft, oder die Thematisierung von Identität und Bewusstsein im Posthumanismus lassen Anleihen zu Phillip K. Dick erkennen.

Was noch auffällt sind die zahlreichen Anspielungen auf die europäische Geistesgeschichte. So haben einige Charaktere das Aussehen von Michelangelo-Statuen und tragen die Namen bekannter Philosophen und Psychologen (Lacan, Derrida, Husserl und Berkeley). Auch die Entourages tragen Namen wie Deleuze, Guattari oder Kristeva.
Leider werden diese Bezüge zur Philosophie nicht weiter erläutert oder in einen Bezug zur Handlung gesetzt.

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