Archive for the ‘Top10SciFiAnime’ Category

Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 1: Kaiba

Dienstag, Mai 11th, 2010

Um die Science Fiction Anime-Reihe nun endlich abzuschließen, hier also Platz 1: Kaiba.
(Disclaimer: Die Beschreibung ist teilweise einem Text entnommen den evtl. in der nächsten Phase2 veröffentlicht werden wird. Mehr dazu wenn’s soweit ist.)

Kaiba ist ein spannender posthumanistischer Science-Fiction-Anime, der die Suche nach Identität – und dabei eher nebensächlich auch „Gender“ – auf eine recht originelle Weise unternimmt. Er entwirft eine Zukunft, in der alle Erinnerungen auf Chips gespeichert sind, Körper für eine privilegierte Oberschicht ohne größere Bedenken ausgetauscht werden können und eine mittellose Unterschicht oft als billige Körperlieferanten herhalten muss.

Protagonist des Animes ist Kaiba, der sich ohne Erinnerungen in dieser Welt wiederfindet und sich, von mysteriösen Antagonisten verfolgt, im Laufe der 12 Folgen dieser Serie auf die Suche nach seinem Gedächtnis und seiner Identität begibt.

Was Kaiba meiner Ansicht nach so besonders macht und auf den ersten Platz hat kommen lassen ist die spielerische Art wie die das Konzept von Gender in einer gewissermaßen post-körperlichen Welt hier aufgegriffen und unterlaufen wird:

Nachdem er in einer Episode den von allen Erinnerungen entleerten Körper eines Mädchens übernimmt, das sich ganz buchstäblich selbst verkauft hat, um ihre Familie zu unterstützen, trifft er auf einen grobschlächtigen Mann, der, wie wir später erfahren, von der Freundin aus Kaibas früherem Leben „bewohnt“ wird. Die beiden spüren eine Anziehung zueinander, wissen aber ihre Gefühle nicht unabhängig von ihren Körpern zu beurteilen. Sie erfahren, dass sie beide nicht in ihrem eigentlichen Geschlecht stecken, und – hier bleibt der Anime hinter seinen Möglichkeiten zurück – sehen dies als ein zu großes Hindernis, um sich näherkommen und dabei ihre Identität bewahren zu können.

Auch wenn mir die Antwort des Animes hier unzureichend erscheinen mag, wirft Kaiba hier nicht uninteressante Fragen auf, nach unserer Identität, Gender und Körperlichkeit, und wie uns diese Dinge ausmachen. Somit ist er gute, unterhaltsame Science Fiction in der besten Tradition des Genres.

Die erste Episode kann hier auf Youtube angesehen werden:

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Honorary Mentions: Nicht alle Animes die ich für diese Liste in betracht gezogen hatte haben es in die Top-10 geschafft, da ich sie nicht als SciFi klassifizieren wollte oder sie mir einfach nicht so gut gefielen. Trotzdem sehenswerten Serien sind: Black Lagoon; Gantz; Last Exile; Denno Coil; Haibane Renmei; Kino’s Journey; Casshern Sins und Tengen Toppa Gurren Lagann.
edit: Über die Werbeanzeige unter dem Artikel bin ich eben auf ein weiteres Versäumnis in meiner Liste gestoßen, der Steampunk-Anime Fullmetal Alchemist. Ist anscheinend auf 3min komplett online ansehbar. Nicht schlecht!

Hier noch einmal die Übersicht über die Top-10:
#2: Cowboy Bebop
#3: Planetes
#4: Serial Experiments Lain
#5: Samurai 7
#6: Ergo Proxy
#7: Texhnolyze
#8: Gankutsuo
#9: Wolf’s Rain
#10: Darker than Black

Wenn euch diese Sammlung weitergeholfen hat würde ich mich über einen Klick hier freuen:

Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 2: Cowboy Bebop

Samstag, Februar 27th, 2010

Der vorletze Sehbefehl meiner Top 10 SciFi Anime Liste, Cowboy Bebop, sollte eigentlich niemandem mehr groß vorgestellt werden müssen.

Der Anime aus dem Jahr 1998 kann als maßgebliche Inspirationsquelle für Whedon’s Serenity betrachtet werden, genießt bei Anime-Fans einen ähnlichen Kultstatus wie Akira (siehe sein Review Rating von 9,23/10 auf aniDB), hat es aber trotzdem im Gegensatz zu dem Film nie aus dem Genre-Ghetto hinausgeschafft.
Eine Schande, denn Cowboy Bebop besitzt alles was ein guter und unterhaltsamer SciFi-Western braucht: Einen coolen Antihelden, der als Kopfgeldjäger (Cowboy) mit seiner zusammengewürfelten Crew durch das Sonnensystem tingelt um allerhand Abenteuer zu bestehen, unterhaltsam und spannend vom Anfang bis zu seinem furiosen Finale (meidet Spolier wie die Pest!)

“Jede einzelne der schicken 25-minütigen Cowboy-Bebop-Folgen, der populärsten japanischen Trickfilm-TV-Serie von 1998, ist ein toller Abenteuertrip über einen futuristischen Kopfgeldjäger. Ein eleganter Action- und Comedy-Anime mit sanft integrierten Science-Fiction-Elementen, hinreißend gezeichnet, satten Bluesharp- und Saxofon-Riffs auf dem Soundtrack und einer entspannten Post-Tarantino-Atmosphäre.
Trotz gelegentlicher Ausbrüche typisch asiatischer Schusswaffen-Gewalt und Drogenmissbrauchs ist der Ton überraschend unbeschwert. Keine der gattungsgemäß harten Elemente präsentieren sich wirklich grausig oder gar bösartig. Dem schlackrigen Antihelden, freischaffenden Jäger und Planetenhüpfer Spike Spiegel zur Seite stehen ein Ex-Cop namens Jet, die Spielerin Faye, eine jugendliche Computerhackerin sowie ein genetisch aufgemotzter Hund als Assistent im Schlepptau. Der Akzent liegt auf den cleveren Wendungen des Plots im Fortsetzungs- und Kurzgeschichtenformat voller Humor und hinreißender Pointen.” (quelle)

Dazu hat Bebop auch noch einen hervorragenden, jazzigen Soundtrack von Yoko Kanno, was ihn von den oft grausamen Scores anderer Animes wohltuend abhebt.

Vorletztes Jahr hat Keanu Reeves angekündigt in seiner Realverfilmung der Serie die Rolle von Spike zu übernehmen. Ich weiß noch nicht ob ich mich ob der zusätzlichen Popularität für Bebop freuen, oder vor der zu befürchtenden Verhunzung der Story fürchten soll… Andererseits muss man als SciFi Fan nehmen was man kriegen kann, und mit Bebop als Volage hat der Film jedenfalls größere Chancen ein guter Genre-Titel zu werden als der Xte Film aus dem Alien vs. Predator Franchise.

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 3: PlanetES

Montag, Februar 22nd, 2010

Jetzt geht es zur Cream of the Crop, die ersten drei Plätze meiner SciFi Anime Top-10:

Es fiel mir wirklich schwer bei meinen letzten drei Titeln zu entscheiden welcher auf den dritten Platz kommen sollte. Obwohl man sie unter Science Fiction einordnen kann, unterscheiden sich die Serien doch sehr in Stil und Ausrichtung, und in ihrer eigenen Unterkategorie würden sie alle ganz oben stehen. Aber es geht ja ums Dabeisein, nicht nur ums Gewinnen! Nun also ohne weitere Umschweife zu PlanetES!

Im Jahr 2075 gehört die bemannte Raumfahrt zum täglichen Leben. Allerdings hat dadurch die Verschmutzung des Erdorbits durch Weltraummüll ein derartiges Ausmaß angenommen, dass sie eine große Bedrohung für Raumschiffe und Raumstationen darstellt. Die Trümmerräumungsabteilung der Technora Corporation gilt als Sammelbecken für die inkompetentesten Mitarbeiter der Firma. In Wirklichkeit aber ist es ein hochspezialisiertes Team von Piloten und Astronauten, die ihr Bestes geben, das Weltall von Schrott zu befreien und zu einem sichereren Ort zu machen

Produziert wurde der Anime von Sunrise inc., ein Studio mit einer beeindruckenden Liste qualitativ hochwertiger Genretitel (wir werden in dieser Topliste noch einmal darauf zurückkommen), als eine Adaption des presigekrönten gleichnamigen Mangas (ein ausführliches Review findet sich hier).

PlanetES ist eine außergewöhnliche Science Fiction Serie. Hier finden sich keine pubertierenden Teenager die überdimensionierte Kampfroboter steuern, oder Galaxien-vernichtende Weltraumschlachten. Obwohl die Handlung in der Zukunft und im Weltall angesiedelt ist, transzendiert sie das Genre mit ihrem Fokus auf das die Liebe und das Leben der kleinen Leute, die Nöte der Müllsammler und Büroangestellten, die auch in einer raumfahrenden Zukunft in unterbezahlten, aussichtslosen Jobs das Räderwerk am Laufen halten. Platetes ist eine SciFi-Dramedy, eine anrührende, lustige und mitreißende Serie mit glaubhaften Charakteren, von der ich gerne noch drei weitere 26 Episoden sehen würde.

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Trailer:

Opening:

Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 4: Serial Experiments Lain

Samstag, Februar 20th, 2010

Platz fünf meiner SciFi Top-10 muss Anime-Fans wahrscheinlich nicht mehr groß vorgestellt werden. Serial Experiments Lain gehört-, und befindet sich wahrscheinlich auch auf jeder gut gepflegten Anime Topliste. Es ist einer dieser Titel den, wer sich nur ansatzweise für das Genre interessiert einfach mal gesehen haben muss.

Tote reden nicht – aber manchmal schreiben sie Mails! Genau so eine Nachricht erhält auch die schüchterne 13-jährige Lain von einer Klassenkameradin, die Tage zuvor Selbstmord begangen hat. Handelt es sich nur um einen schlechten Scherz? Oder stammt der Text wirklich aus einer anderen Welt? Lains Vater erzählt seiner Tochter zwar, dass alle miteinander verknüpft sind: Die reale Welt und die Wired – eine Gemeinschaft im Internet. Doch kann es möglich sein, im Netz weiterzuleben, selbst wenn der Körper tot ist? (quelle)

Es ist schon eine ganze Weile her dass ich Lain angesehen habe, deswegen poste ich hier faulerweise einfach mal einen Schnipsel dieses Reviews, deas ganz gut zusammenfasst was diesen Anime so sehenswert macht:

“In terms of structure, art, and composition, Lain is perhaps the most masterful anime I’ve seen. The episodes of Lain are called layers for good reason: they’re like peeling off layers of meaning as you try to find something at the core. Don’t expect past events to be resolved or secrets demystified. As the layers are peeled off, they become obsolete or superficial in relation to what’s underneath. Some viewers may find this sort of thing frustrating, or may feel that the series is progressing “slowly” because almost nothing is resolved as you go along. Personally, I like it.”

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 5: Samurai 7

Sonntag, Februar 14th, 2010

Wie Gankutsuo wurde Platz sechs meiner Anime Science Fiction Top 10 von Gonzo produziert. Es ist der einzige Mecha-Anime auf meiner Liste, ein Subgenre mit dem ich eigentlich nicht so viel anfangen kann. Für diesen Titel will ich aber eine Ausnahme machen. 

Die Story:

In einer Welt, die in der Zukunft liegt und doch dem mittelalterlichen Japan ähnelt, versucht die Gesellschaft mit den Nachwehen eines massiven Krieges fertig zu werden. Viele Dörfer werden von Banditen, den sogenannten Nobuseri, erpresst. Die Nobuseri sind frühere Samurai, die für den Krieg ihre menschliche Natur aufgaben und zu Maschinen wurden. Doch der Krieg ist vorbei und die Maschinen haben sich zu Dieben entwickelt, die arme und wehrlose Dörfer ausplündern. Ein Dorf beschliesst sich zu wehren und sendet einige Bewohner aus um die Krieger, sieben Samurai, zu finden, die gegen die Nobuseri kämpfen können. (quelle)

Ganz offensichtlich handelt es sich hier um eine Adaption des Klassikers von Akira Kurosawa. Die Rollen der Samurai sind nahe an denen des Films gehalten: Hier wie dort gibt es den weisen Meister, der die Sieben zusammenführen wird, der naive Junge der sein Schüler werden will, oder den tollpatschigen Bauern der seiner Herkunft entflieht und sich als Samurai ausgibt. Im Gegensatz zur Vorlage hat er sich jedoch noch radikaler von seiner Herkunft zu emazipieren versucht, indem er seinen Körper mechanisieren ließ und hier als grobschlächtiger Dampf-Roboter durch die Serie stapft. Bei der Geschichte haben sich die Macher des Anime noch mehr Freiheiten genommen. Nicht nur das Science Fiction-Setting mit seinen aufwändig animierten Weltraumschlachten unterscheidet sich notwendigerweise von Kurosawa’s Film, auch wird den Charakteren durch das Serienformat mehr Zeit gelassen sich zu entwickeln.

Wer sich auf diese Änderungen einlassen kann wird mit einer hervorragend animierten, spannenden und gut konstruierten Hommage an einen der Großen des japanischen Kinos belohnt.

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 6: Ergo Proxy

Sonntag, Februar 7th, 2010

Nein, ich habe mein top-10 Projekt nicht vergessen, ich war einfach etwas faul.

Auf Platz 6 kommt der von Manglobe produzierte, post-apokalyptische Cyberpunk-Anime Ergo Proxy:

In einer futuristischen Welt, die unter den Folgen einer globalen Umweltkatastrophe leidet, befindet sich die Kuppel-Stadt Romdeau. In dieser koexistieren Menschen und Androiden (Autoreivs) friedlich unter einem totalitären Überwachungssystem. Autoreivs, die einem einzelnen Menschen als Begleiter zugeteilt sind, werden Entourages genannt. Eine Serie von Morden durch Roboter, die mit einem Cogito genannten Virus infiziert sind, beginnt die empfindliche Balance in der sozialen Ordnung zu gefährden. Dieses Virus bringt die Autoreivs dazu, sich ihrer Existenz bewusst zu werden und eine Seele zu entwickeln.

Im Verborgenen führt die Regierung Geheimexperimente mit einer mysteriösen humanoiden Lebensform – Proxy genannt – durch, mittels derer sie glauben, das Überleben der Menschheit und ihre Machtposition sichern zu können. (wiki)

Dass die Macher dieser Serie Fans von Bladerunner sind ist unschwer zu erkennen. Amok laufende Androiden, die Kriminalgeschichte in einer dystopischen Zukunft, oder die Thematisierung von Identität und Bewusstsein im Posthumanismus lassen Anleihen zu Phillip K. Dick erkennen.

Was noch auffällt sind die zahlreichen Anspielungen auf die europäische Geistesgeschichte. So haben einige Charaktere das Aussehen von Michelangelo-Statuen und tragen die Namen bekannter Philosophen und Psychologen (Lacan, Derrida, Husserl und Berkeley). Auch die Entourages tragen Namen wie Deleuze, Guattari oder Kristeva.
Leider werden diese Bezüge zur Philosophie nicht weiter erläutert oder in einen Bezug zur Handlung gesetzt.

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 7: Texhnolyze

Sonntag, Januar 31st, 2010

Ich war etwas zwiegespalten welchen Anime ich auf den siebten Platz der Top 10 setzen sollte. Ürsprünglich hatte ich Black Lagoon vorgesehen, ein kurzweiliges “Girls With Guns” Actionspektakel (aussagekräftiger youtube-clip), fand aber beim zweiten Nachdenken nicht genug Science Fiction Elemente um eine Aufnahme in diese Liste zu rechtfertigen.
Als zweite Wahl bin ich eine Weile zwischen Ghost Hound und Texhnolyze geschwankt, habe mich dann aber als Kompromiss für den letzteren, wie Black Lagoon ebenfalls von Madhouse produzierten Titel entschieden. Eigentlich würde ich auch im Nachhinein die Platzierung mit dem insgesamt solideren Anime Darker Than Black von #10 tauschen, aber egal.

Die Story: “Die Geschichte von Texhnolyze spielt in Lukuss, einer Stadt tief unter der Erdoberfläche. Diese Stadt wurde gegründet, weil man dort ein seltenes Metall fördern kann, das für die Konstruktion von künstlichen Gliedmaßen, die als Texhnolyze bezeichnet werden, unverzichtbar ist. Doch in Lukuss kämpfen verschiedene Gangs um die Macht, wobei ihnen nahezu jedes Mittel recht ist.

In diesem Umfeld leben die Hauptcharaktere, wie Ichise, ein ehemaliger Preiskämpfer der Unterschicht, der sich mit den falschen Leuten angelegt hat und dadurch einen Arm und ein Bein verlor. Schließlich geriet er in die Hände einer Ärztin, die ihn für Experimente mit speziellen Texhnolyze-Gliedern benutzen will.”
Quelle: Tomodachi

Texhnolyze ist ein düsterer Anime, eine gewalttätige Gangster-Story angesiedelt einer dystopischen unterirdischen Welt, bevölkert mit kalten, oft wortkargen oder unsympathischen Protagonisten (der Hauptcharakter spricht zum Beispiel erst in der dritten Folge das erste mal), deren Motivation die meiste Zeit im Dunklen bleibt. Auch die Story ist recht Obskur: Die siebte Episode ist mit “Pilot” betitelt, und erst dann ist Ichise’s Texhnolisation abgeschlossen und es die eigentliche Handlung der Serie beginnt. Gerade wegen dieser Brüche klassischer Erzählstrukturen ist Texhnolyze uneingeschränkt empfehlenswert. Er vermeidet gängige Anime Klischees, und bleibt so unvorhersehbar und spannend.

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 8: Gankutsuō

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Auf Platz acht meiner persönlichen, rein subjektiv ausgewählt und angeordneten SciFi-Anime Top-10 kommt ein visuell außergewöhnlicher Anime. Die Geschichte dagegen ist gut bekannt:

Gankutsuō beruht auf Alexandre Dumas’ Der Graf von Monte Christo. Die Handlung wurde ins Jahr 5053 verlegt und nimmt sich auch sonst einige Freiheiten, die dem Anime jedoch nicht zum Nachteil gereichen.

Die Story: “Bei einer Mond-Reise trifft Albert, ein junger Pariser Adeliger den Grafen von Monte Christo, einen reichen Aristokraten vom anderen Ende der Galaxis. Fasziniert von seiner Kultiviertheit und Intelligenz bemerkt Albert die finstere Absicht des älteren Mannes nicht: Rache zu üben, für einen Verrat der vor 25 Jahren gegen ihn verübt wurde. Schon bald wird ganz Paris, einschließlich Alberts eigenen Eltern, die schreckliche Rache des Grafen erfahren.

Denen die mich betrogen haben, werde ich Tod und tödliche Verzweiflung zukommen lassen. Eure Frauen und Kinder, eure loyalen Gefolgsleute, einer nach dem anderen werden sie meinem Charme erliegen

(übersetzt von hier)

screenshot von der offiziellen Webseite

Zunächst fällt die extravagante Animation auf, in der sich die Figuren wie ein bewegtes Mosaik auf verschwenderisch gezeichneten Texturen bewegen. Dieser Stil scheint am Anfang etwas abzulenken, doch kommt er dem Anime sehr entgegen. Das Wort “Camp” kommt in den Sinn. Nicht nur in den theatralischen Gesten, sondern auch im homoerotisch aufgeladenen Subtext, der unerklärlichen Faszination Alberts für den flamboyanten Grafen und dem Albert unglücklich hinterher schmachtenden besten Freund. Ich glaube ich muss trotzdem keinen Spoiler-Alert setzen wenn ich verrate dass kein schwules Happy End zu erwarten ist.

Gankutsuō bedeutet „Höhlenkönig“. Die Serie wurde im Jahr 2004 von Gonzo produziert.

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 9: Wolf’s Rain

Dienstag, Januar 26th, 2010

Weiter im Text mit meiner SciFi-Anime Top-10 Liste.

Auf Platz 9 ist ein Anime der sich nicht gänzlich als Science Fiction oder Fantsasy klassifizeren lässt. Produziert von Bones, einem Studio das für viele hochwertige Gernre-Titel wie Darker Than Black oder Fullmetal Alchemist verantwortlich zeichnet, ist der 2003 erschienene Wolf’s Rain heute schon ein kleiner Klassiker.

11845Die Story: “Wolf’s Rain spielt ein einer post-apokalyptischen Zukunft, in der ein großer Teil der Welt ökologisch zerstört ist und viele Menschen in Armut leben.

Es wird von einer Legende erzählt, nach der die Wölfe den Weg ins Paradies kennen und jeden vor dem Ende der Welt dorthin führten. Diese Legende ist für viele schwer zu glauben, da Wölfe seit 200 Jahren als ausgestorben gelten. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Wölfe ihre Tarnkünste perfektioniert haben. Sie besitzen die Fähigkeit ein menschliches Aussehen anzunehmen, was Sprechen und Fingerfertigkeit einschließt, während sie ihre wölfischen Sinne, Schnelligkeit und natürliche Waffen, bewahren. Wolf’s Rain scheint jedoch höchstens vordergründig eine typische Werwolfserie zu sein. So wird auch die menschliche Form der Wölfe eher als geistiger Trick, denn als körperliche Veränderung dargestellt.” (quelle)

Wie so oft in diesen Genre benötigt man um sich auf die Serie einzulassen eine gehörige Portion dessen was im Englischen so schön als “suspension of disbelief” bezeichnet wird. Wenn man diese Phase jedoch überwunden hat, eröffnet sich einem eine Geschichte über das Dasein als Aussenseiter in einer tief gespaltenen Gesellschaft, über einen schweren und langen Weg voller Opfer, die Suche nach einem Ziel von dem man noch nicht einmal weiß ob es in dieser Welt existiert, ein mythologisches irdisches Paradies.
Und Wölfe!

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Top-10 Anime Science Fiction Serien – Platz 10: Darker Than Black

Montag, Januar 25th, 2010

Ich werde unter dieser Kategorie in den nächsten Tagen (Wochen?) meine rein subjektive Topliste der besten zehn Anime-Serien aus dem Science Fiction Genre zusammenstellen.

Dabei will ich größtenteils weithin bekannte Titel wie den Ghost In The Shell – Standalone Complex oder den Steampunk-Anime Fullmetal Alchemist verzichten. Auch wenn sie hier reingehören würden bleibt so mehr Platz für ein paar vielleicht etwas weniger bekannte und trotzdem sehenswerte Animes.

Bei mir auf Platz 10 gelandet ist: Darker Than Black: Kuro no Keiyakusha

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Die Story: Vor zehn Jahren tauchte in Tokio wie aus dem Nichts ein geheimnisvolles Feld auf: das Hells Gate. Zur selben Zeit machten merkwürdige, gewissenlose Gestalten mit paranormalen Kräften die Stadt unsicher. Hei ist einer der mächtigsten Vertreter dieser Wesen. Gemeinsam mit dem blinden Yin arbeitet er für ein Syndikat, das den Geheimnissen des Gate auf die Spur kommen will. (quelle)

DTB hat eine komplexe Mythologie, nicht uninteressante Charaktere ohne eindeutige moralische Überzeichnungen und eine exzellente Animation.

Die Handlungen der Figuren erschienen mir oft nicht nachvollziehbar und die recht obskure Story entwirrt sich auch am Ende nicht vollständig, insgesammt kann ich DTB aber trotzdem empfehlen

Ich würde jedoch die Finger von der schrecklich enttäuschenden Fortsetzung Ryūsei no Gemini lassen, die sich hauptsächlich um ein leidendes 13jähriges Mädchen dreht (buchstabiere: Moe).

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