“The longest movie trailer you’ve ever seen.“
Funktioniert bei mir nur bei 240p Auflösung.
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Science Fiction & stuff
“The longest movie trailer you’ve ever seen.“
Funktioniert bei mir nur bei 240p Auflösung.
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Um die Science Fiction Anime-Reihe nun endlich abzuschließen, hier also Platz 1: Kaiba.
(Disclaimer: Die Beschreibung ist teilweise einem Text entnommen den evtl. in der nächsten Phase2 veröffentlicht werden wird. Mehr dazu wenn’s soweit ist.)
Kaiba ist ein spannender posthumanistischer Science-Fiction-Anime, der die Suche nach Identität – und dabei eher nebensächlich auch „Gender“ – auf eine recht originelle Weise unternimmt. Er entwirft eine Zukunft, in der alle Erinnerungen auf Chips gespeichert sind, Körper für eine privilegierte Oberschicht ohne größere Bedenken ausgetauscht werden können und eine mittellose Unterschicht oft als billige Körperlieferanten herhalten muss.
Protagonist des Animes ist Kaiba, der sich ohne Erinnerungen in dieser Welt wiederfindet und sich, von mysteriösen Antagonisten verfolgt, im Laufe der 12 Folgen dieser Serie auf die Suche nach seinem Gedächtnis und seiner Identität begibt.
Was Kaiba meiner Ansicht nach so besonders macht und auf den ersten Platz hat kommen lassen ist die spielerische Art wie die das Konzept von Gender in einer gewissermaßen post-körperlichen Welt hier aufgegriffen und unterlaufen wird:
Nachdem er in einer Episode den von allen Erinnerungen entleerten Körper eines Mädchens übernimmt, das sich ganz buchstäblich selbst verkauft hat, um ihre Familie zu unterstützen, trifft er auf einen grobschlächtigen Mann, der, wie wir später erfahren, von der Freundin aus Kaibas früherem Leben „bewohnt“ wird. Die beiden spüren eine Anziehung zueinander, wissen aber ihre Gefühle nicht unabhängig von ihren Körpern zu beurteilen. Sie erfahren, dass sie beide nicht in ihrem eigentlichen Geschlecht stecken, und – hier bleibt der Anime hinter seinen Möglichkeiten zurück – sehen dies als ein zu großes Hindernis, um sich näherkommen und dabei ihre Identität bewahren zu können.
Auch wenn mir die Antwort des Animes hier unzureichend erscheinen mag, wirft Kaiba hier nicht uninteressante Fragen auf, nach unserer Identität, Gender und Körperlichkeit, und wie uns diese Dinge ausmachen. Somit ist er gute, unterhaltsame Science Fiction in der besten Tradition des Genres.
Die erste Episode kann hier auf Youtube angesehen werden:
homepage | AniDB | wikipedia | ann
Honorary Mentions: Nicht alle Animes die ich für diese Liste in betracht gezogen hatte haben es in die Top-10 geschafft, da ich sie nicht als SciFi klassifizieren wollte oder sie mir einfach nicht so gut gefielen. Trotzdem sehenswerten Serien sind: Black Lagoon; Gantz; Last Exile; Denno Coil; Haibane Renmei; Kino’s Journey; Casshern Sins und Tengen Toppa Gurren Lagann.
edit: Über die Werbeanzeige unter dem Artikel bin ich eben auf ein weiteres Versäumnis in meiner Liste gestoßen, der Steampunk-Anime Fullmetal Alchemist. Ist anscheinend auf 3min komplett online ansehbar. Nicht schlecht!
Hier noch einmal die Übersicht über die Top-10:
#2: Cowboy Bebop
#3: Planetes
#4: Serial Experiments Lain
#5: Samurai 7
#6: Ergo Proxy
#7: Texhnolyze
#8: Gankutsuo
#9: Wolf’s Rain
#10: Darker than Black
Wenn euch diese Sammlung weitergeholfen hat würde ich mich über einen Klick hier freuen:
Der vorletze Sehbefehl meiner Top 10 SciFi Anime Liste, Cowboy Bebop, sollte eigentlich niemandem mehr groß vorgestellt werden müssen.
Der Anime aus dem Jahr 1998 kann als maßgebliche Inspirationsquelle für Whedon’s Serenity betrachtet werden, genießt bei Anime-Fans einen ähnlichen Kultstatus wie Akira (siehe sein Review Rating von 9,23/10 auf aniDB), hat es aber trotzdem im Gegensatz zu dem Film nie aus dem Genre-Ghetto hinausgeschafft.
Eine Schande, denn Cowboy Bebop besitzt alles was ein guter und unterhaltsamer SciFi-Western braucht: Einen coolen Antihelden, der als Kopfgeldjäger (Cowboy) mit seiner zusammengewürfelten Crew durch das Sonnensystem tingelt um allerhand Abenteuer zu bestehen, unterhaltsam und spannend vom Anfang bis zu seinem furiosen Finale (meidet Spolier wie die Pest!)
“Jede einzelne der schicken 25-minütigen Cowboy-Bebop-Folgen, der populärsten japanischen Trickfilm-TV-Serie von 1998, ist ein toller Abenteuertrip über einen futuristischen Kopfgeldjäger. Ein eleganter Action- und Comedy-Anime mit sanft integrierten Science-Fiction-Elementen, hinreißend gezeichnet, satten Bluesharp- und Saxofon-Riffs auf dem Soundtrack und einer entspannten Post-Tarantino-Atmosphäre.
Trotz gelegentlicher Ausbrüche typisch asiatischer Schusswaffen-Gewalt und Drogenmissbrauchs ist der Ton überraschend unbeschwert. Keine der gattungsgemäß harten Elemente präsentieren sich wirklich grausig oder gar bösartig. Dem schlackrigen Antihelden, freischaffenden Jäger und Planetenhüpfer Spike Spiegel zur Seite stehen ein Ex-Cop namens Jet, die Spielerin Faye, eine jugendliche Computerhackerin sowie ein genetisch aufgemotzter Hund als Assistent im Schlepptau. Der Akzent liegt auf den cleveren Wendungen des Plots im Fortsetzungs- und Kurzgeschichtenformat voller Humor und hinreißender Pointen.” (quelle)
Dazu hat Bebop auch noch einen hervorragenden, jazzigen Soundtrack von Yoko Kanno, was ihn von den oft grausamen Scores anderer Animes wohltuend abhebt.
Vorletztes Jahr hat Keanu Reeves angekündigt in seiner Realverfilmung der Serie die Rolle von Spike zu übernehmen. Ich weiß noch nicht ob ich mich ob der zusätzlichen Popularität für Bebop freuen, oder vor der zu befürchtenden Verhunzung der Story fürchten soll… Andererseits muss man als SciFi Fan nehmen was man kriegen kann, und mit Bebop als Volage hat der Film jedenfalls größere Chancen ein guter Genre-Titel zu werden als der Xte Film aus dem Alien vs. Predator Franchise.
Jetzt geht es zur Cream of the Crop, die ersten drei Plätze meiner SciFi Anime Top-10:
Es fiel mir wirklich schwer bei meinen letzten drei Titeln zu entscheiden welcher auf den dritten Platz kommen sollte. Obwohl man sie unter Science Fiction einordnen kann, unterscheiden sich die Serien doch sehr in Stil und Ausrichtung, und in ihrer eigenen Unterkategorie würden sie alle ganz oben stehen. Aber es geht ja ums Dabeisein, nicht nur ums Gewinnen! Nun also ohne weitere Umschweife zu PlanetES!
Im Jahr 2075 gehört die bemannte Raumfahrt zum täglichen Leben. Allerdings hat dadurch die Verschmutzung des Erdorbits durch Weltraummüll ein derartiges Ausmaß angenommen, dass sie eine große Bedrohung für Raumschiffe und Raumstationen darstellt. Die Trümmerräumungsabteilung der Technora Corporation gilt als Sammelbecken für die inkompetentesten Mitarbeiter der Firma. In Wirklichkeit aber ist es ein hochspezialisiertes Team von Piloten und Astronauten, die ihr Bestes geben, das Weltall von Schrott zu befreien und zu einem sichereren Ort zu machen
Produziert wurde der Anime von Sunrise inc., ein Studio mit einer beeindruckenden Liste qualitativ hochwertiger Genretitel (wir werden in dieser Topliste noch einmal darauf zurückkommen), als eine Adaption des presigekrönten gleichnamigen Mangas (ein ausführliches Review findet sich hier).
PlanetES ist eine außergewöhnliche Science Fiction Serie. Hier finden sich keine pubertierenden Teenager die überdimensionierte Kampfroboter steuern, oder Galaxien-vernichtende Weltraumschlachten. Obwohl die Handlung in der Zukunft und im Weltall angesiedelt ist, transzendiert sie das Genre mit ihrem Fokus auf das die Liebe und das Leben der kleinen Leute, die Nöte der Müllsammler und Büroangestellten, die auch in einer raumfahrenden Zukunft in unterbezahlten, aussichtslosen Jobs das Räderwerk am Laufen halten. Platetes ist eine SciFi-Dramedy, eine anrührende, lustige und mitreißende Serie mit glaubhaften Charakteren, von der ich gerne noch drei weitere 26 Episoden sehen würde.
aniDB | wikipedia | anime-planet
Trailer:
Opening:
Platz fünf meiner SciFi Top-10 muss Anime-Fans wahrscheinlich nicht mehr groß vorgestellt werden. Serial Experiments Lain gehört-, und befindet sich wahrscheinlich auch auf jeder gut gepflegten Anime Topliste. Es ist einer dieser Titel den, wer sich nur ansatzweise für das Genre interessiert einfach mal gesehen haben muss.
Tote reden nicht – aber manchmal schreiben sie Mails! Genau so eine Nachricht erhält auch die schüchterne 13-jährige Lain von einer Klassenkameradin, die Tage zuvor Selbstmord begangen hat. Handelt es sich nur um einen schlechten Scherz? Oder stammt der Text wirklich aus einer anderen Welt? Lains Vater erzählt seiner Tochter zwar, dass alle miteinander verknüpft sind: Die reale Welt und die Wired – eine Gemeinschaft im Internet. Doch kann es möglich sein, im Netz weiterzuleben, selbst wenn der Körper tot ist? (quelle)
Es ist schon eine ganze Weile her dass ich Lain angesehen habe, deswegen poste ich hier faulerweise einfach mal einen Schnipsel dieses Reviews, deas ganz gut zusammenfasst was diesen Anime so sehenswert macht:
“In terms of structure, art, and composition, Lain is perhaps the most masterful anime I’ve seen. The episodes of Lain are called layers for good reason: they’re like peeling off layers of meaning as you try to find something at the core. Don’t expect past events to be resolved or secrets demystified. As the layers are peeled off, they become obsolete or superficial in relation to what’s underneath. Some viewers may find this sort of thing frustrating, or may feel that the series is progressing “slowly” because almost nothing is resolved as you go along. Personally, I like it.”

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Anlässlich des Screenigs auf der diesjährigen Berlinale wurde heute ein englisch untertitelter Trailer zu Koji Masunaris Welcome to the Space Show veröffentlicht:
via affenheimtheater:
Wie man im Trailer unschwer erkennen kann, handelt der Film handelt von fünf Kindern, die auf einem Klettergerüst eine Reise ins Weltall unternehmen um dort mit abgedrehten Aliens (inklusive einem lila Totoro Klon) einige Abenteuer zu bestehen und bestimmt auch wieder die Welt (also Japan) retten.
Wie Gankutsuo wurde Platz sechs meiner Anime Science Fiction Top 10 von Gonzo produziert. Es ist der einzige Mecha-Anime auf meiner Liste, ein Subgenre mit dem ich eigentlich nicht so viel anfangen kann. Für diesen Titel will ich aber eine Ausnahme machen.
Die Story:
In einer Welt, die in der Zukunft liegt und doch dem mittelalterlichen Japan ähnelt, versucht die Gesellschaft mit den Nachwehen eines massiven Krieges fertig zu werden. Viele Dörfer werden von Banditen, den sogenannten Nobuseri, erpresst. Die Nobuseri sind frühere Samurai, die für den Krieg ihre menschliche Natur aufgaben und zu Maschinen wurden. Doch der Krieg ist vorbei und die Maschinen haben sich zu Dieben entwickelt, die arme und wehrlose Dörfer ausplündern. Ein Dorf beschliesst sich zu wehren und sendet einige Bewohner aus um die Krieger, sieben Samurai, zu finden, die gegen die Nobuseri kämpfen können. (quelle)
Ganz offensichtlich handelt es sich hier um eine Adaption des Klassikers von Akira Kurosawa. Die Rollen der Samurai sind nahe an denen des Films gehalten: Hier wie dort gibt es den weisen Meister, der die Sieben zusammenführen wird, der naive Junge der sein Schüler werden will, oder den tollpatschigen Bauern der seiner Herkunft entflieht und sich als Samurai ausgibt. Im Gegensatz zur Vorlage hat er sich jedoch noch radikaler von seiner Herkunft zu emazipieren versucht, indem er seinen Körper mechanisieren ließ und hier als grobschlächtiger Dampf-Roboter durch die Serie stapft. Bei der Geschichte haben sich die Macher des Anime noch mehr Freiheiten genommen. Nicht nur das Science Fiction-Setting mit seinen aufwändig animierten Weltraumschlachten unterscheidet sich notwendigerweise von Kurosawa’s Film, auch wird den Charakteren durch das Serienformat mehr Zeit gelassen sich zu entwickeln.
Wer sich auf diese Änderungen einlassen kann wird mit einer hervorragend animierten, spannenden und gut konstruierten Hommage an einen der Großen des japanischen Kinos belohnt.
via GIF Anime
Auf Platz acht meiner persönlichen, rein subjektiv ausgewählt und angeordneten SciFi-Anime Top-10 kommt ein visuell außergewöhnlicher Anime. Die Geschichte dagegen ist gut bekannt:
Gankutsuō beruht auf Alexandre Dumas’ Der Graf von Monte Christo. Die Handlung wurde ins Jahr 5053 verlegt und nimmt sich auch sonst einige Freiheiten, die dem Anime jedoch nicht zum Nachteil gereichen.
Die Story: “Bei einer Mond-Reise trifft Albert, ein junger Pariser Adeliger den Grafen von Monte Christo, einen reichen Aristokraten vom anderen Ende der Galaxis. Fasziniert von seiner Kultiviertheit und Intelligenz bemerkt Albert die finstere Absicht des älteren Mannes nicht: Rache zu üben, für einen Verrat der vor 25 Jahren gegen ihn verübt wurde. Schon bald wird ganz Paris, einschließlich Alberts eigenen Eltern, die schreckliche Rache des Grafen erfahren.
“Denen die mich betrogen haben, werde ich Tod und tödliche Verzweiflung zukommen lassen. Eure Frauen und Kinder, eure loyalen Gefolgsleute, einer nach dem anderen werden sie meinem Charme erliegen“
(übersetzt von hier)
screenshot von der offiziellen Webseite
Zunächst fällt die extravagante Animation auf, in der sich die Figuren wie ein bewegtes Mosaik auf verschwenderisch gezeichneten Texturen bewegen. Dieser Stil scheint am Anfang etwas abzulenken, doch kommt er dem Anime sehr entgegen. Das Wort “Camp” kommt in den Sinn. Nicht nur in den theatralischen Gesten, sondern auch im homoerotisch aufgeladenen Subtext, der unerklärlichen Faszination Alberts für den flamboyanten Grafen und dem Albert unglücklich hinterher schmachtenden besten Freund. Ich glaube ich muss trotzdem keinen Spoiler-Alert setzen wenn ich verrate dass kein schwules Happy End zu erwarten ist.
Gankutsuō bedeutet „Höhlenkönig“. Die Serie wurde im Jahr 2004 von Gonzo produziert.
AinDB | ann | wikipedia | anime-stream | anime-planet
Analog zu meiner eigenen Top-10 (für Serien) habe ich gerade entdeckt dass auf SF Signal eine Reihe von SF-Autor_innen, darunter Charles Stross, zu ihren liebsten Anime-Filmen befragt wurden. Nicht unüberraschend liegen Ghost in the Shell und Akira vorne, und auch Miyazaki konnte einige Plätze belegen.
MIND MELD: Anime Film Favorites (+ The Top 14 Anime Films of All Time!)
There Is No Genre einen interessanten Artikel dazu gepostet: Anime, Manga, and the Question of Multi-Culturalism.
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