|Julie Dillon’s deviantART Galerie und Homepage: via agaudi|
Archiv für das 'fantasy'-tag

|Fantastische Illustrationen im doppelten Sinn, mehr auf Kakotomirai’s deviantART Galerie; via agaudi|
Edward Binkley zeichnet Gestalten die aus Grimms Märchengeschichten entsprungen sein könnten, und so wunderbar schrullig und verhutzelt sind dass man sich beim betrachten der Galerie auf seiner Homepage ein Grinsen kaum verkneifen kann.
Werft auch mal einen Blick auf Peripheral Vision, aber nur aus dem Augenwinkel. Wenn ihr direkt drauf schaut, ist es vielleicht schon gleich wieder verschwunden!
|via pasa da vida|
Die Besiedelung des Weltalls als Qualifizierungsmaßnahme; die Abenteuer des Barbaren Gottfried, erzählt in Briefen an seine Mutter- und dreckige, schlecht beleuchtete Verliese: Das alles und mehr findet sich im neuen Kurzgeschichtenband von blogsport’s own Jasper Nicolasen:
“Heute ist´s gekommen das Heftchen. Drin sind 8 Geschichten von mir. Aussehen tut es sehr hübsch, ja prima. Trotzdem ist das Lulu-Experiement gescheitert. Warum? Vertrieb zu teuer. Das Heft kostet 7,95. Das ist gerade noch so okay, obere Schmerzgrenze. Im Copyshop geht das vermutlich billiger, dafür wäre der Umschlag dort nicht so schick.
Große Minuspunkte aber: Versand kommt auf 7,99 für EIN HEFT und Produktion und Lieferung dauern doch mal runde zwei Wochen.“
Bei mir kommt der Versand zwar nur auf 4,99, das ist trotzdem nicht gerade günstig.
Dafür kann das PDF auf Lulu kostenlos runtergeladen werden, was ich hier den geneigten Lesern herzlich anraten möchte.
Einziger Wermutstropfen: Die wirklich nette, schwule Zauberinternats-Kurzeschichte, die Jasper auf der letzten Schlotzen & Kloben-Lesung dabei hatte, ist leider nicht im Heft.
Vielleicht ja dann in der nächsten Ausgabe.
Jeff VanderMeer hat ein Interview mit China Miéville auf seinem Blog veröffentlich, dem sozialistischen Autor von u.A. The Scar, Iroun Council und zuletzt The City & The City (siehe auch seine Liste 50 Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read):
“God, that’s a merciless question”. (via midnightradio)
Ich bin schon länger ein Fan von Miéville. Er schafft es in seinen Werken nicht nur gut geschriebene, spannende Fantastische Geschichten zu schreiben, sondern auch politische Ideen intelligent zu verhandeln. Sein Buch Der Eiserne Rat ist hier meiner Ansicht nach herausragend. In ihm erzählt Miéville von einer fahrenden Stadt, ein wandelndes sozialistisches Experiment auf Schienen, die vor dem Zug auf- und hinter ihm abgebaut werden, und einer versuchten Revolution und deren scheitern. Außerdem ist einer der Hauptcharaktere Schwul, was ganz selbstverständlich und ohne die oft gängigen identitären Zuschreibungen in die Erzählung eingebracht wird, eine wahre Rarität in diesem Genre
Der für mich spannende Teil des Interviews dreht sich ein wenig um dieses Thema, bei einer Frage zu Dan Simmon’s Terror. Ich schätze Simmons als Science Fiction Autor sehr, Hyperion und Ilium sind Meilensteine des Genres, doch habe ich bei ihm schon immer einen faden Beigeschmack wenn das Thema Homosexualität in seinen Werken auftaucht. Dieser Beigeschmack hat sich in “Terror” zu einer handfesten Übelkeit entwickelt, so sehr dass ich das eigentlich sehr spannende Buch nicht mehr zuende lesen wollte.
Außerdem argumentiert Miéville hier sehr schlüssig, wieso und wann auch literarische Fiktion politisch kritisiert werden kann.
Aus dem Interview:
VanderMeer: Did you like The Terror?
Miéville: No. I kept wanting to find out what the giant polar bear was. When I discovered it was, indeed, a giant polar bear, I was deflated. I found it fairly page-turny, but I found it much too long, too bogged down with its historical research for its narrative, its disclosures and teratological money-shots too contingent to its narrative, and its embedded politics–particularly vis-à-vis homosexuality–offensive.
VanderMeer: You don’t believe those embedded politics were part of the historical research?
Miéville: No, because I’m not talking about the politics of the characters, but about the politics of the text, as I read it.
VanderMeer: At least he was honest. In that sense.
Miéville: Specifically, the obsessive locus of the evil character’s evil in the fact that he was an engager in anal sex. I know lots of people point to the fact that there’s a “sympathetic” gay character too (who reads, incidentally, to me, very like someone invented because an editor said “we really need a counterbalance to the evil gay”) but that character is explicitly defined as a goody because he doesn’t have sex on the ship. That’s nothing to do with historical research or attitudes (and parenthetically the idea that in a crew that size two men only would be fucking is ludicrous) but to do with the text’s pathological Terror of anal penetration which is (spoiler!–hello The Sparrow) the usual way culture gets to have a deep-seated pathologising of gay sexuality alongside putatively liberal attitudes to desexualised gay men.
VanderMeer: You’ve just ruined the innocence of perhaps 85% of Weird Tales readers.
Miéville: Hurrah! My work here is done.
VanderMeer: Please take a bow. I really liked the book, but I didn’t catch the subtext you’re talking about, in part, probably, because I was turning pages too quickly.
Miéville: I’m very aware, by the way, that loads of readers of this may think I’m being a humourless or po-faced dick about it. This is how it reads to me, and I have a big problem with it. And I think arguments about “what the writer really means” or thinks are very point-missing, because this stuff isn’t reducible to “intent.”
(Hervorhebungen von mir)
Sein neuestes Buch The City & The City ist letztes Jahr erschienen. Hier ein Buch-Trailer von youtube:
Roger Dean (born 31 August 1944), is an English artist, designer, architect and publisher, best known for his work on album covers for musicians (particularly Progressive Rock acts). His unique, instantly recognisable style
often features exotic, fantastic landscapes typically populated with dramatic, impossible natural rock formations, lush alien wildlife/fauna, and strange organic structures…With the release of James Cameron’s technically groundbreaking blockbuster “Avatar” Roger’s currently enjoying a surge of interest in his work, as it’s obivious Avatars design team have borrowed many viusal cues… to be fair though, It’s pretty much inconceivable to think of fantasy and sci-fi art without thinking of Roger Dean.
Jakob weist auf den neuen Band der Science Fiction & Fantasy-Zeitschrift Pandora hin. Hier kann er bestellt, oder wenn ihr in Berlin seid, auch in diesem ungemein sympathischen Buchladen gekauft werden.
Ich habe noch ein Jahresabo, also warte ich mal ob ich ihn bald im Briefkasten finde.
In Pandora 04 werden folgende Storys erscheinen: ›Das wiedergefundene Vertrauen‹ von Jim Butcher (die allererste Harry Dresden-Geschichte), ›Nachtwhiskey‹ von Jeffrey Ford (ein mehrfach preisgekrönter Autor endlich auf Deutsch), ›Ein letzter Sommer auf Mars Hill‹ von Elizabeth Hand (ausgezeichnet mit dem Nebula Award), ›Orte der Erinnerung‹, eine neue Novelle von Wolfgang Jeschke, ›Irrlicht‹ von Benjamin Rosenbaum & David Ackert (Urban Fantasy von zwei Shooting Stars der Szene) und ›Mit seinen Augen‹ von Jeffrey Thomas (eine hochgelobte Punktown-Novelle); sowie die zweite Hälfte des mit dem Nebula Award ausgezeichneten Kurzromans ›Flammen‹ von James Patrick Kelly.
Darüber hinaus Essays von Jasper Nicolaisen (über Jeffrey Thomas), Patrick Charles (über George RR Martin), John Clute (über Peter F. Hamilton), Roger Luckhurst, Adam Roberts, Graham Sleight und Norman Spinrad (jeweils über Philip K. Dick).


















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